Es gibt generell verschiedene Arten der Herangehensweise beim Thema Sportwetten, sowohl was die Sportart oder die Quoten angeht als auch die Einsatzverteilung und Risikostreuung. So ist manch einer ein absoluter Experte im Bereich Fußball, während ein anderer sich auf Randsportarten konzentriert und damit womöglich durch höhere Quoten erfolgreicher spielt als der Rest. Der Fußball-Spezialist wiederum hat vielleicht ein gutes Gespür dafür, welche Mannschaft am Ende des Spiels vorne liegen wird – andere kennen sich sehr gut aus mit der Anzahl der Treffer, setzen dies in ein Verhältnis zur Quote und finden auf diesem Weg den Schlüssel zum Erfolg. Egal aber, was man tut – insgesamt hilft eine Strategie und sorgt für langfristigen Erfolg.

Denn bewegt man sich innerhalb von selbst gesetzten Leitplanken, kann man sich viel besser auf die anderen Dinge konzentrieren. Die Zeit, die dadurch frei wird, könnte man investieren für noch bessere Recherche und den Austausch untereinander zwischen den Wettkollegen in den Internetforen oder in zu diesem Zweck eröffneten Facebook-Gruppen. Hier wird der aufmerksame Leser auch irgendwann fündig, wenn er nach erfolgreichen Strategien sucht. Dort wird dann von Verlustprogression geredet oder von Gewinnprogression, über Money Management und verschiedenen Systemen, wie man seine Einsätze verteilt.

Was gibt es aber für Strategien? Einige setzen ein bisschen Taschengeld, freuen sich über einen Gewinn bei einer Kombiwette und setzen alles auf zwei Favoriten. Diese Spieler werden sicherlich auch mal gewinnen, aber langfristig kaum Erfolg haben. Anders kann es schon laufen, wenn man immer mit festen Einsätzen spielt oder sich vornimmt, nur ab einer bestimmten Mindestquote den Einsatz zu setzen. Gute Strategen jedoch fragen sich nicht nur vorher, wie man im Falle X oder Y verfährt – sondern sie wissen schon -egal wie die Wette verlaufen wird- was der nächste Schritt ist. So kann man zum Beispiel durch diese Möglichkeit eine Wette setzen, während parallel dazu noch eine andere läuft. Viele warten immer auf das Ende des Spiels, um dann mit entsprechendem Einsatz die Höhe an den Erfolg oder Misserfolg anzupassen.

Irgendwann stößt man mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf die D´Alambert Strategie, die man schon geistig verinnerlicht hat wenn man wie oben beschrieben schon erst ab einer gewissen Quote spielt. So verführerisch auch die Martingale Strategie sein mag, bei der man permanent bei Verlust den Einsatz verdoppelt, so sehr muss auch davor gewarnt werden – weil es immer auch Strecken geben kann und wird, wo nicht alle Entscheidungen rational getroffen wurden und dadurch ein sehr großer Verlust die Folge wäre. Deswegen bietet sich die D´Alambert Strategie viel eher an, weil sie bei der Verlustprogression deutliche Vorteile aufweist. Werfen wir also mal einen Blick etwas genauer auf die Möglichkeit, die Einsätze auf diese Art und Weise zu verteilen.

Hat man zum Beispiel 100 € auf dem Konto und setzt die Wetten wir hier zu lesen, dann bleibt trotz der Tatsache, dass die Hälfte aller Spiele verloren ging, ein gesundes Plus übrig. Wir gehen von acht unterschiedlichen Wetten aus mit einem festen Einsatz von zehn Euro bei Quoten um die 2,00.

  1. Spiel A Einsatz 10            Gewonnen        Neu       20           Gesamt 110
  2. Spiel B Einsatz 10            Verloren             Neu       00           Gesamt 100
  3. Spiel C Einsatz 20            Verloren             Neu       00           Gesamt  80
  4. Spiel D Einsatz 30            Verloren             Neu       00           Gesamt  50
  5. Spiel E Einsatz 40            Gewonnen        Neu       80           Gesamt  90
  6. Spiel F Einsatz 30            Verloren             Neu       00           Gesamt  60
  7. Spiel G Einsatz 40            Gewonnen        Neu       80           Gesamt 100
  8. Spiel H Einsatz 30            Gewonnen        Neu       60           Gesamt 130

Was ist hier passiert beim D´Alambert System? Die erste Wette wurde mit zehn Euro gespielt und erwirtschaftete das Doppelte, daher wurde nach einer gewonnenen Wette der Einsatz nicht erhöht und auf wieder zehn Euro festgesetzt. Da die zweite Wette verloren ging, wurde nach dem D´Alambert System der Einsatz um die Einheit von zehn Euro erhöht. Somit verringerte sich der Gesamtkontostand von 100 auf 80 – da auch diese Wette mit Spiel C verloren ging, wiederholt sich die Einsatzerhöhung um zehn Euro und Spiel D wird mit 30 gespielt. Auch diese Wette kann in der Realität verloren gehen und um zu beobachten, wie sich das auswirkt, schaut man sich den Kontostand an in Höhe von 50 nach der Abgabe.

Trotzdem wird in dieser Phase der Einsatz erhöht um zehn Euro auf nun 40 € bei Spiel E und bei einer vernünftigen Spielauswahl, die natürlich Grundvoraussetzung für jedes System ist, wird auch mal gewonnen und so erhöht sich nach Spiel E der Kontostand um 80 € auf Gesamt 10 + 80 = 90. Da beim D´Alambert System der Weg streng vorgegeben ist, geht es nun nicht weiter mit einer Einsatzerhöhung, sondern im Gegenteil wird bei Spiel F im sechsten Schritt der Einsatz wieder verringert um eine Einheit von zehn Euro. Die sechste Wette wird also mit einer Quote rund um die 2,00 mit wieder 30 € gespielt (40 – 10 = 30). Also wird die Wette gewonnen, verringert sich der Einsatz um eine Einheit und wird die Wette verloren, erhöht sich der Einsatz entsprechend.

Nach der Einsatz-Verringerung mit 30 € wird diese Wette verloren und der Einsatz wird wieder erhöht auf 40 € – der Kontostand liegt bei 20 € und nach der Wette 7 werden die gewonnenen 80 wieder dazu addiert. Auch Spiel H gewinnt bei verringerten Einsatz 30 und gewinnt 60 – das ergibt einen Gesamtgewinn nach acht Spielen von 130 €. Interessant ist dabei eben, dass bei diesem D´Alambert System trotz der Hälfte verlorener Spiele bei in etwa gleicher Quote das Konto mit einem positiven Saldo schließt. Noch bessere Ergebnisse erzielt man natürlich, wenn mehr als die Hälfte aller Wetten gewonnen werden, aber auch bei zum Beispiel insgesamt zwölf Wetten mit sieben Spielen, die nicht treffen, ist man insgesamt im Plus. Das kann man sich ja dann ausrechnen.

Am besten ist also, man erstellt sich selber eine Tabelle mit den verschiedenen Wegen und dem Kapital, welches man einzusetzen bereit ist. So behält man den Überblick und kann die Tabelle nach den Einsätzen abarbeiten, sowohl positiv als auch negativ gibt es keine Überraschungen – denn im D´Alambert System bleibt man bei einer einigermaßen ausgewogenen Wettauswahl und dem richtigen Händchen für die Spiele langfristig im Plus.

Hervorzuheben ist noch mal, dass sich die Einsätze nicht automatisch verdoppeln wie im ersten Schritt, sondern moderat um eine Einheit angehoben werden bei einer verlorenen Wette und dies wird sofort wieder ausgeglichen, wenn eine Wette gewonnen wird. So kann man die Einsätze selber variabel gestalten und langfristig wird sich im Rahmen der D´Alambert Strategie der Erfolg früher oder später automatisch einstellen, wobei man die freigewordenen Ressourcen durchaus dazu nutzen sollte, an der Spielauswahl oder auch dem richtigen Anbieter zu arbeiten.