Sportwetten ist ein Mix aus Disziplin und Glück. Einige Sportwetter haben immer wieder den richtigen Riecher, wenn es darum geht ein Sportereignis richtig vorauszusehen. Dabei ist es auch durchaus möglich, dass man den Buchmachern einen Schritt vor raus ist. Dennoch gewinnt letztlich nur ein kleiner Teil beim Sportwetten. Den größten Ertrag machen die Buchmacher. Ein Grund hierfür ist das fehlende Money Management. In diesem Beitrag soll erklärt werden worum es sich dabei genau handelt.

Was ist das Ziel von Money Management?

Blickt man auf die Webseite einer bekannten Enzyklopädie, dann findet man unter dem Begriff Money Management die Definition einer Wertsicherungsstrategie. Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Finanzbranche zielt darauf ab das Risiko eines Wertpapier-Portfolios besser zu steuern. Somit handelt es sich um eine Strategie, welche es schaffen soll das Kapital zu schützen und sein Geld gezielt zu platzieren. Dieses System wird mittlerweile von den erfolgreichen Sportwettern angewandt. Ziel ist es also einerseits den Gewinn zu maximieren und andererseits einen totalen Verlust zu vermeiden.

Weshalb Money Management?

Weshalb die Buchmacher Jahr für Jahr große Umsätze und Gewinne erzielen, liegt auf der Hand. Beinahe alle Sportwetter betreiben das Sportwetten nur aus Spaß. Hierbei entscheiden vor allem die Faktoren Glück und Zufall über Gewinn oder Verlust. Natürlich ist es durchaus möglich Glück zu haben, doch das Glück wird nicht dauerhaft sein. Um den Einfluss von Glück und Zufall zu mindern ist es unausweichlich auf ein Money Management zu setzen. Nur mit einem guten Money Managment lässt sich langfristig ein Gewinn erzielen.

Grundlagen

Um ein erfolgreiches Money Management zu betreiben müssen vier Grundlagen beachtet werden:

  1. Ein festes Budget muss festgelegt werden. Dies soll vor allem verhindern, das immer wieder unkontrollierte Wetten abgegeben werden.
  2. Der Sportwetter sollte sich für ein Money Management entscheiden, welches am besten auf ihn zugeschnitten ist.
  3. Sollten mehrere Wetten in Folge verloren werden, muss es trotzdem möglich sein, dass man weiter Wetten kann.
  4. Ziel des Systems ist es, dass der Gewinn maximiert wird.

Weiterhin findet man vier verschiedene Einsatz-Arten vor:

  1. Die Einsätzen bleiben immer gleich -> Fixer Einsatz
  2. Die Einsätze werden verändert -> variabler Einsatz
  3. Der Einsatz wird an das Budget angepasst -> Prozentualer Einsatz
  4. Erhöhung oder Verminderung des Einsatz, je nach Ausgang der Wette -> Progression

Einheiten:

Liest man in Wettforen nach, dann wird den Lesern häufig der Begriff Einheit oder auch Unit begegnen. Dabei handelt es sich um eine Bestimmung des Wetteinsatzes. Die Sportwetten zum orientieren sich an einer Skala von 1-10 und vergeben je nach Sicherheit auf das Spiel ihren Einsatz.

Hat man beispielsweise ein Budget von 2000 Euro und rechnet mit einem Maximaleinsatz von 200 Euro für eine Wette, dann würden diese 200 Euro 10 Einheiten entsprechen. Somit wäre eine Einheit, dann ein Prozent des Budgets.

Schwierigkeiten?

Problem ist, dass viele Sportwetter ihre Wette nicht nach rationalen Maßstäben abgeben und daher eine falsche Gewichtung vergeben. Dies führt langfristig zum Verlust. Zudem steigt das Risiko bei Wetten mit größerem Einsatz und somit hat der Sportwetter eine Abhängigkeit gegenüber diesen Wetten.

 

Dynamische Einsätze

Diese sind nicht unbedingt für Anfänger geeignet, da die Einsätze nach jeder Wette neu angepasst werden.
Hier ein Beispiel, dass zur Veranschaulichung dienen soll:
Ein Spieler hat ein Budget von 1000 Euro. Bei jeder Wette werden zwei Prozent des Kapitals gesetzt. Gewinnt man nun eine Wette mit einer Quote von 2,0, dann hat man anschließend ein Budget von 1020 Euro. Somit muss die nächste Wette mit einem Einsatz von 20,40 (2 Prozent von 1020) Euro abgegeben werden.

Allerdings könnte es passieren, dass man trotz einer höheren Anzahl gewonnener Wetten einen Verlust hinnehmen muss. Gewinnt man beispielsweise die ersten 60 Wetten und verliert anschließend 59 Mal in Folge, dann würde man nach 119 Wetten nur noch 1494 Euro besitzen. Vorteil dieses Systems ist es, dass man bei einer längeren Gewinnserie auch höhere Gewinne einfährt. Allerdings sind die Einsätze dann kapitalintensiv und bei einer Pechsträhne erhöhen sich die Verluste.

Flache Einsätze:

Mit flachen Einsätzen wird vor allem in der Finanzwirtschaft gearbeitet. Dabei handelt es sich um ein Modell, bei welchem der Sportwetter einen festen prozentualen Anteil pro Wette setzt. Meist sind dies 1 bis 2 Prozent des gesamten Budgets.

Vorteil des Prinzips der Flachen Einsätze ist, dass man bei gleichbleibender Quote immer im Plus ist, wenn man mehr Wetten gewinnt als man verliert. Dies ist nicht selbstverständlich, denn nicht immer führt eine positive Wettbilanz auch zu einem Gewinn. Doch gerade dies ist oberstes Prinzip des Money Managements. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieses System nicht von einem einzigen Spiel abgängig ist, ob der Kontostand steigt oder fällt.

Ein Nachteil könnte sich daraus ergeben, dass man seinen prozentualen Einsatz nach mehreren gewonnen Wetten dem neuen Wettbudget anpasst. Somit kann es passieren, dass man bei einer Pechsträhne einen Verlust verbuchen muss, obwohl die Gesamtbilanz positiv ist. Deshalb sollte man den ursprünglichen Einsatz beibehalten, da die Bilanz hier weiterhin positiv wäre.