Was ist die Wettsteuer und welche Berechnungsmöglichkeiten gibt es?

Die Wettsteuer ist für einen Spieler, der gerne an Wettspielen teilnimmt, nicht zu vernachlässigen. In den vergangenen Wochen war die Wettsteuer immer wieder zum Thema vieler Diskussionen und wird wohl den Wettkönigen auch in Zukunft erhalten bleiben.
Grund dafür ist die Beeinflussung des Gewinns, welche die Wettsteuer beim Gewinn des Endkunden hervorruft. Doch bevor man sich über die Höhe der Wettsteuer informiert, sollte man wissen, was eine Wettsteuer genau ist und vor allem bei welchem Wettanbieter eine Wettsteuer überhaupt anfällt.

Woher kommt die Wettsteuer so genau?

Die Wettsteuer ist nicht im Glücksspielstaatsvertrag verankert, denn dieser Vertrag ist reine Ländersache und wird auch nur von den jeweiligen Ländern in Anspruch genommen. Ursprünglich stammt die Wettsteuer aus dem Rennwett- und Lotteriegesetz, welches jedoch schon sehr lange in Deutschland existiert. Da es sich bei diesem Gesetz um ein Bundesgesetz handelt, steht es über dem Ländergesetz und kann von der Regierung auch wesentlich besser umgesetzt werden.
Die Wettsteuer haben Wettfans folglich dem Rennwett- und Lotteriegesetz zu verdanken, denn dieses war der ausschlaggebende Punkt. Jedoch sollte bedacht werden, dass dieses Gesetz lediglich die Steuerfrage abdeckt und keine weiteren Fragen.
Nun ist natürlich die Frage offen, wo man wettsteuern zahlen muss, auf was man diese Steuern zahlen muss und vor allem wie hoch diese Steuern für den Endverbraucher sein können. Kann man sie unter Umständen sogar umgehen?

Wie hoch sind die Wettsteuern in Deutschland?

Die Wettsteuer in Deutschland beträgt 5 Prozent. Die 5 Prozent müssen laut Gesetz auf den Umsatz jeder getätigten Wette gezahlt werden. Die Steuer wird an das Wettbüro oder den Wettanbieter weitergegeben, diese wiederum verlangen die Steuern dann von ihren Kunden, also den Nutzer der Wette. So ist es nahezu unumgänglich die Steuer nicht zu bezahlen. Ist sie nicht sichtbar bezahlt worden, so wird sie unsichtbar im Hintergrund durch niedrigere Quoten einbehalten.
So macht es beispielsweise keinen Unterschied, ob man 100 Euro wettet und keine Steuer zahlt, die Quote jedoch nur bei 2,00 steht, oder ob man 95 Euro bezahlt + 5 Euro Wettsteuer und dann eine Quote für rund 2,1 erhält. Im Verlustfall sind in beiden die 100 Euro weg, im Gewinnfall haben Sie in beiden Fällen 100 Euro gewonnen.
Sollten Sie also bei einem Anbieter ohne Wettsteuer (Tipico, Youwin & Co) die gleichen Quoten erhalten wie bei Unternehmen mit sichtbarer Wettsteuer, so empfehlen wir Ihnen dort zu wetten, da die Gewinnsumme höher ist. Lassen Sie sich jedoch bei Herstellern mit Wettsteuern von leicht höheren Quoten nicht verleiten, da diese vom niedrigeren Einsatz aufgefressen werden. Die Schwelle liegt hier bei 5% – wie man auch in unserem obig genannten Beispiel sehr gut sehen kann.

Verlangt jedes Unternehmen Wettsteuern?

Die Zahl der Unternehmen, die keine Wettsteuer an den Kunden weiterreicht, ist sehr gering. Die Wettsteuer gibt es seit dem 1. Juli 2012, was wiederum dazu führte, dass viele Unternehmen die Wettsteuer aus finanziellen Gründen an den Endverbraucher weiterreichen mussten. Nun fragt sich natürlich der eine oder andere Kunde, ob es so einfach ist, wie es sich anhört. Immerhin kann man nicht einfach die Steuern weglassen.
Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, möchten wir eins gleich klarstellen. Die Wettsteuer wird vom Staat an den Wettanbieter gerichtet. Diese müssen 5 Prozent von den angenommenen Wetten an den Staat zahlen. Ob die Anbieter die Wettsteuer nun an den Endkunden weiterreichen, ist frei überlassen. Im Regelfall werden diese aber immer weitergereicht – egal, ob direkt sichtbar, oder nicht.

Welche Unternehmen verlangen keine Wettsteuer?

Einige Unternehmen bleiben bei Ihrem Motto treu und verlangen auch jetzt noch keine Wettsteuer, sondern geben dem Kunden lieber ein gutes Gefühl und bezahlen die Wettsteuer indirekt über niedrigere Quoten.
Hier nun die Wettanbieter, die keine direkt sichtbare Wettsteuer von ihren Kunden verlangen:

  • Tipico
  • Youwin
  • Mobilbet
  • Comeon

Nun gibt es aber nicht nur Anbieter, die keine Steuer weiterreichen, sondern es gibt auch Unternehmen, die leider die Wettsteuer nur im Gewinnfall an den Kunden weiterreichen. Nun gibt es jedoch in diesem Bereich jedoch Unterschiede, denn es gibt Anbieter, die den Steuersatz vom Brutto-Gewinn berechnen und es gibt wiederum Anbieter, die den Steuersatz vom Wetteinsatz berechnen.

Was bedeutet Wetteinsatz beim Umsatz?

Die Wettsteuer kann wie oben angegeben in unterschiedlichen Bereichen berechnet werden. So kann diese auch vom Umsatz abgezogen werden. Bei dieser Methode jedoch werden die 5 Prozent einfach bei jedem Einsatz einbehalten. Diese Methode lässt sich mit der Berechnung der Wettsteuer beim Brutto-Gewinn vergleichen.
Das Wettunternehmen Mybet ist beispielsweise ein Vertreter, welcher automatisch bei jeder Wette die 5 Prozent vom Umsatz einbehält. Aber auch der Wettunternehmer Bet-at-home nutzt diese Art der Berechnung. Um sich die Berechnung besser vorstellen zu können, hier ein Beispiel: 100 Euro Einsatz minus 5% Steuer = 95 Euro Einsatz.

Die Steuer im Gewinnfall

Eine weitere Möglichkeit für Unternehmen stellt der Steuereinzug bei Gewinnen dar, diese Art wird auch Steuer bei Brutto-Gewinn genannt. Einige Unternehmen handeln genau nach diesem Verfahren, denn sie wollen dem Kunden kein schlechtes Gefühl vermitteln. Unternehmen verlangen bei der Berechnung der Steuer erst bei einem Gewinn vom Kunden die 5 Prozent. Das Unternehmen berechnet so auf den gesamten Gewinn die Wettsteuer.
Wettunternehmen wie bwin, BetVictor und Interwetten sind Beispiele für eine solche Berechnungsgrundlage.

Unser Fazit zur Wettsteuer – oder: wie mache ich am meisten Gewinn?
Im Grunde ist es für einen Kunden egal, wann die Wettsteuer eingezogen wird, denn eines steht fest: jedes Unternehmen holt sich die Wettsteuer zurück, da sie im Endeffekt sowieso bezahlt werden muss.
Dadurch ist es lediglich vom eigenen Geschmack abhängig, ob man pauschal bei jeder Wette die 5 % bezahlen will, nur im Gewinnfall oder versteckt durch niedrigere Quoten. Dies bleibt jedem selbst überlassen, aber entkommen kann man der Wettsteuer leider nicht.
Einen kleinen Trick gibt es dennoch, denn nicht immer sind die Quoten gleich. So darf ein Wettanbieter ohne sichtbare Wettsteuer bis zu 5% niedrigere Quoten haben als ein Wettanbieter mit sichtbarer Wettsteuer. Bei einem Wettanbieter mit Quoten im Gewinnfall – gehen wir davon aus, dass sich Gewinn- & Verlustsumme die Waage halten, sind wir bei einem Faktor von 2,5%.

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