So viel dürfen die WSOP-Gewinner an den Fiskus zahlen

So viel dürfen die WSOP-Gewinner an den Fiskus zahlen

Am vergangenen Wochenende wurde das World Series of Poker (WSOP) Main Event 2017 beendet. Wer am finalen Tisch sitzen durfte, der konnte sich schon über einen Anteil an den mehr als 20 Millionen Dollar freuen. So viel war nämlich im verbliebenen Preispool noch enthalten gewesen. Die Freude über den Gewinn wurde aber, wie jedes Jahr, bei den meisten geschmälert. Denn das Finanzamt besitzt stets einen Platz am WSOP-Tisch. Jedoch schlägt es je nach Herkunftsland des Spielers unterschiedlich stark zu.

Pokersteuern zahlen in Millionenhöhe

Scott Blumstein hat das WSOP Main Event 2017 für sich entschieden. Damit stehen ihm 8,15 Millionen Dollar brutto zu. Als Einwohner des US-Bundesstaates New Jersey, muss er davon 47,11 Prozent an den Fiskus abdrücken. Stolze 3,8 Millionen Dollar an Pokersteuer!

So viel dürfen die WSOP-Gewinner an den Fiskus zahlenEbenso hart trifft es Dan Ott, da auch er US-Bürger ist. Von seinen 4,7 Millionen, darf er 44,68 Prozent abgeben. Ein Teil geht nach Pennsylvania, der Rest an seine Heimatstadt Altoona und die übliche Federal Tax gilt es auch noch zu zahlen.

Wer jetzt glaubt, dass sei schon der Hammer, darf nun gern Bryan Piccioli bemitleiden. Der Amerikaner gewann „nur“ 1,67 Millionen Dollar. Auf ihn entfällt von allen Finalisten der höchste Steuersatz. 47,23 Prozent bedeutet rund 700.000 Dollar an Steuerabgaben.

Das Glück der Briten

Ben Lamb hat seinen Wohnsitz in Las Vegas angemeldet und darf ebenfalls 40,85 Prozent seiner exakt einen Million Dollar mit dem Finanzamt teilen.

Damian Salas aus Argentinien müsste eigentlich keine Steuern zahlen. Jedoch hat sein Land kein Abkommen mit den USA getroffen. Deshalb werden pauschal 30 Prozent seines Gewinns einbehalten.

Gesegnet sind dagegen die Briten und jene die dort hingezogen sind. Der gebürtige Franzose Benjamin Pollak gewann 2,5 Millionen Dollar. Frankreich setzt hier knappe 50 Prozent an. Zum Glück wohnt er aber seit geraumer Zeit in London. Somit muss er gar keine Steuern zahlen. Denselben Schachzug hat auch der Franzose Antoine Saout unternommen. Deshalb darf er seine zwei Millionen unversteuert behalten.

Dies trifft auch auf den Engländer John Hesp zu, der sich über die vollen 2,6 Millionen Dollar und einen vierten Platz beim WSOP Main Event freuen darf.

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