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Die verrückte Wette zweier Pokerspieler um $100.000

Passionierte Pokerspieler lieben den Nervenkitzel, manchmal auch fernab der Casinotische. Für Aufsehen sorgte nun eine verrückte Wette zwischen Rory Young und Rich Alati. Ihre Abmachung: Wenn Alati es schafft 30 Tage am Stück in völliger Isolation zu leben, zahlt ihm Young die Summe von 100.000 Dollar. Packt er es nicht, muss Alati wiederum denselben Betrag begleichen.

Seit dem 21. November 2018 läuft die Wette bereits. Demnach hat er fast die Halbzeit erreicht.

Wenn Pokerfreunde wetten

Die verrückte Wette zweier Pokerspieler um $100.000Gut, wirkliche Freunde gibt es am Pokertisch nur wenige. Doch zumindest trafen sich Young und Alati halbwegs regelmäßig im Bellagio Hotel und Casino von Las Vegas. Sie teilen dieselbe Lieblingsbeschäftigung: Poker Cash Games.

Sogenannte „Sidebets“ sind an Pokertischen nicht ungewöhnlich. Jedoch beziehen sie sich dann meist auf die Geschehnisse beim Spiel. Das reichte den beiden Spielern wohl nicht mehr aus. Sie sollen das Ratespiel „Lodden Thinks“ ausprobiert haben. Eine der Frage zielte darauf ab, wie lange ein Mensch wohl in kompletter Isolation verbringen könnte.

Viele Spieler sollen darauf schon mit 20 bis 25 Tagen geantwortet haben, erzählte Rory Young in einem Interview mit dem Online-Magazin „PocketFives“. Alati zeigte sich überzeugt, dass es auch 30 Tage in völliger Dunkelheit möglich sein sollte. Genau das ist der Knackpunkt an diesem Experiment. Keinen Kontakt nach außen zu haben ist das eine. Jedoch ohne Tageslicht zu leben und das Gefühl für Zeit zu verlieren, klingt verdammt hart.

Die Wette war geboren

Pokerspieler sind bekannt für ihre mentale Stärke, Geduld und Disziplin. Doch lassen sich diese Charaktereigenschaften auch in solchen Situationen nutzen? Wir werden es herausfinden, denn noch scheint Alati in seiner Dunkelkammer zu sitzen.

Alati erhält lediglich was er zum Überleben braucht. Also ein Waschbecken, Toilette und Dusche. Dazu noch Bett und Kühlschrank. Hungern oder durstig soll er nicht sein. Ein naheliegendes Restaurant in Las Vegas bringt ihm Getränke.

Nicht einmal Kunstlicht soll erlaubt sein, heißt es. Gesichert gilt dagegen, dass Alati auf Telefon und jedwede Elektronik verzichten muss. Ebenso dürfe er sich nicht mit Drogen o.Ä. berauschen.

Vor Beginn der 30 Tage brachte man noch einige Nachtsichtkameras an, die fast alles aufzeichnen (Toilettengänge und Duschen ausgeschlossen).

Moralisch mag die Aktion diskussionswürdig sein. Aus gesundheitlicher Sicht ist sie keinesfalls unbedenklich. Ohne Sonnenlicht kann der Körper kein Vitamin D produzieren. Es muss also über die Nahrung aufgenommen werden. Ansonsten drohen zunehmende Mangelerscheinungen. Womöglich erleidet Alati auch eine Depression.

Spätestens am 21. Dezember 2018 werden wir wissen, ob er die Wette trotzdem durchgezogen hat.

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