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David Baazov im November vor Gericht

Die Vorwürfe des Insiderhandels konnte David Baazov nicht abschütteln. Jetzt wird es ernst, denn im November muss er sich vor dem zuständigen Gericht erklären. Schafft er es eine Verurteilung abzuwenden? Nachdem er sein Angebot zur Übernahme von Amaya zurückgezogen hat, könnte er ein positives Ereignis gut gebrauchen. Denn auch über seine Rückkehr zu Amaya, der Muttergesellschaft von PokerStars, spricht niemand mehr.

Hauptverhandlung am 20. November 2017 angesetzt

David Baazov im November vor GerichtBaazov muss sich nun intensiv auf seine Verteidigung vorbereiten. Seitens der Anklagebehörde, handelt es sich um den größten Fall von Insiderhandel. Zumindest auf kanadischem Grund und Richter Claude Leblond vom Quebec Court wird die Hauptverhandlung leiten. Sehr gut vorbereitet hat sich die Klägerin, denn mittlerweile sind wohl mehr als 50 Zeugen gefunden worden, welche gegen Baazov aussagen wollen.

Deshalb wurden auch etwa 13 Wochen eingeplant, bevor das Verfahren ein Urteil aussprechen kann. Ins Rollen gebracht wurde alles durch die Autorité des Marchés Financiers (AMF). Im März 2016 hatte sie das Strafverfahren eingeleitet. Konkret geht es um eine „verbotene Marktbeeinflussung“ und die unerlaubte „Weitergabe von vertraulichen Informationen“.

Bezug nimmt die AMF dabei auf Amaya, die sich im Sommer 2014 die Anbieter PokerStars und Full Tilt für 4,9 Milliarden Dollar einverleibt hatte. Hier war Baazov als damalige Amaya CEO tief involviert gewesen. Ein so großer Deal ließ die Aktien natürlich nicht kalt. Der illegale Insiderhandel soll unter anderem in diesem Zusammenhang stattgefunden haben. Auf der Anklagebank sitzen dabei noch Yoel Altman und Benjamin Ahdoot.

Keine Übernahme und Rückkehr

Die Vorwürfe gegen David Baazov wiegen schwer. Er hatte sich dann im letzten Jahr selbst seines Amtes als Amaya CEO enthoben, stellte aber seine Rückkehr in Aussicht. Über diese spricht nun niemand mehr. Vielleicht deshalb, weil seine geplante private Übernahme von Amaya gescheitert ist. Er musste sein Angebot zurückziehen, weil einige seiner Investoren absprangen und er somit nicht mehr genügend finanzielle Mittel bereitliegen hatte.

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