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China verbannt Poker Apps aus den Stores

Seit Jahren versucht die Regierung Chinas das Online Glücksspiel zu verbieten. Nahezu kein Angebot ist erlaubt und es kommt noch schlimmer. In einem neuen Entscheid wurde festgelegt, dass Poker nicht als Sport zu definieren ist. Stattdessen schiebt man es in den Bereich der Glücksspiele. Was vor allem für Online-Angebote drastische Konsequenzen hat. Poker Apps müssen in kürzester Zeit aus den Stores verschwinden.

Stichtag 1. Juni 2018

China verbannt Poker Apps aus den StoresGoogle Play, der Apple iTunes Store und andere Plattformen, dürfen ab dem 1. Juni keine Poker Apps mehr anbieten. Besser gesagt, Nutzer aus China dürfen sie nicht mehr herunterladen können. Andernfalls droht eine strafrechtliche Verfolgung der Anbieter bzw. Plattformen. Denn künftig gilt Poker nicht mehr als Sport. Selbst wenn dabei nur Spielgeld zum Einsatz kommt, will China diese Angebote unterbinden. Turniere mit Buy In galten bislang, unter hohen Auflagen, als akzeptiert. Veranstalter müssen darauf wohl nun auch verzichten.

Es ist davon auszugehen, dass auch andere Gambling Apps betroffen sein könnten. Eben alles was zwar augenscheinlich kostenlos ist, aber das Glücksspiel fördert.

Zu gerne würde man in die Köpfe der Entscheidungsverantwortlichen blicken können. Eine offizielle Begründung bleibt man nämlich den Betroffenen schuldig. Poker gewann in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit. Spielgeld-Apps sollen dabei reichlich „Frischfleisch“ in die Casinos gebracht haben.

Es steht den Anbietern noch eine konkrete Gesetzgebung bevor. Firmen wie AliSports (Alibaba), Tencent und Ourgame reagierten schon. Ihre Apps sind für chinesische Spieler nicht mehr verfügbar.

Hainan soll zweites Glücksspielmekka werden

Im Gegensatz zu anderen Märkten, will China ein komplettes Online-Verbot durchsetzen. Die aktuelle Regierung hegt kein Interesse an einer sinnvollen Regulierung.

Ganz anders sieht es da beim lokalen Glücksspiel aus. Macau gilt seit Jahren als großes Glücksspiel-Mekka. In 2020 und 2022 kommt es zur Neuvergabe bzw. Verlängerung der Konzessionen. Ein Gerangel zwischen den Unternehmen kündigt sich jetzt schon an.

Außerdem scheint es so, als würde die Insel Hainan als zweite Sonderzone in Betracht gezogen werden. Investoren haben sich mehrfach gemeldet. Die Regierung will den Tourismus der Insel fördern. Was womöglich zu neuen Lizenzen führt, welche speziell für Hainan gelten sollen.

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