CardRunners stellt Trainingsvideos ein

Seit seiner Gründung in 2005 hat die Marke CardRunners alle Höhen und Tiefen miterlebt. Zuletzt ging das Interesse aber stetig zurück. Erstens existieren mittlerweile zahlreiche Konkurrenten und zweitens, scheint das Potential vom Online Pokertraining langsam erschöpft zu sein. Auch Phil Ivey hat vor kurzem die Schließung seiner virtuellen Pokerschule bekanntgeben müssen. Nun ereilt dieser Negativtrend das nächste Urgestein der Szene.

Abschied nehmen von CardRunners

Abschied nehmen von CardRunners
Taylor Caby – Gründer von CardRunners

Es ist an der Zeit die Lichter auszuschalten. Die bekannte Plattform CardRunners wird es künftig so nicht mehr geben. Das Konzept der Trainingsvideos für Poker scheint nicht mehr zeitgemäß. Jahrelang haben die Profis Brian Townsend, Taylor Caby und Cole South ihre Zuschauer mit diversen Tipps sowie Strategien zum Pokern versorgt. Von Anfang an bestand ein klarer Fokus auf Online Poker. Doch mit den schrumpfenden Traffic-Zahlen, schwindet leider auch das Interesse an einer Plattform wie CardRunners.

Ab dem 1. Juni 2017 wird es deshalb einen Stopp geben. Gegen Ende des Monats werden alle noch bestehenden Abo-Verträge automatisch gekündigt. Danach kommen keine neuen Videos mehr online. Wer schon im Voraus bezahlt hat, bekommt die Differenz natürlich erstattet.

Positiv: Die Betreiber von CardRunners werden die Seite nicht komplett aus dem Netz nehmen. Es werden einfach keine neuen Videos mehr hochgeladen. Alle bisherigen Inhalte bleiben erhalten und können somit bis auf Weiteres angesehen werden. Außerdem bleibt man den Fans auf YouTube erhalten, dort dann aber mit rein kostenlosen Videos.

Wer kauft die Videobibliothek ab?

Am Rande erwähnt CardRunners, dass man vielleicht den Verkauf seiner Videodatenbank anstrebt. Doch dafür muss sich zunächst ein potentieller Käufer finden.

Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es mittlerweile noch einige andere gut besuchte Pokerschulen im Internet. Phil Ivey und Leggo-Poker haben sich aber auch schon verabschiedet. Wirklich ernst zu nehmen wäre noch „Run it Once“, geleitet von Phil Galfond. Dort laden einige bekannte Namen jede Woche bis zu 14 Videos hoch.

Aber angesichts der immer größeren Gratis-Inhalte auf YouTube und Twitch, wird sich dieses Konzept der bezahlten Videos vermutlich nicht mehr lange rentieren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*