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Amaya: David Baazov nicht mehr am Kauf interessiert

Zum Jahresbeginn hatte Amaya CEO David Baazov zwei wichtige Ankündigungen gemacht. Erstens legte er auf unbestimmte Zeit eine Pause in der Chefetage des Unternehmens ein. Er benötigte die Zeit um sich der Vorwürfe wegen Insiderhandels bei der damaligen Übernahme von PokerStars und Full Tilt Poker zu erwehren. Außerdem plante er die Übernahme von Amaya, sodass sein Arbeitgeber in privater Hand geführt werden könnte. Letzteres ist nun aufgrund von Investorenmangel gescheitert.

Amaya wird nicht privatisiert

Es fehlt Baazov schlichtweg an den finanziellen Mitteln. Noch im November hatte er sein Gebot auf 24 Kanadische Cent pro Aktie erhöht. Damit bot er insgesamt 3,5 Milliarden CAD an. Zugleich versprach er der US Securities and Exchange Commission (SEC), über die nötigen finanziellen Mittel zu verfügen. Dafür hatte er sich insgesamt vier Großinvestoren ins Boot geholt.

David Baazov zieht sein Angebot zurückJedoch sprang einer von diesen nach wenigen Tagen ab, ein zweiter folgte wenig später. Die Medien spekulierten wie wild, wer denn die zwei verbliebenen Geldgeber sein könnten. Heraus kam dabei, dass es sich wohl um die Goldenway Capital SPC und die Head and Shoulders Global Investment Fund SPC handeln müsste. Beide sind in Sachen „Private Equity Investing“ sehr unerfahren und daher wenig für eine solche Übernahme geeignet. Sie wären wohl nur mit entsprechend viel Geld eingestiegen, die Kompetenzen lagen vermutlich bei den anderen Investoren.

Nach diesen Vorfällen musste David Baazov nun erklären, dass er die Privatisierung nicht durchführen kann. Kritik an dem Gebot gab es auch, denn manche Analysten und Investoren hielten es für zu wenig. Schon allein deshalb, weil Amaya den Pokerprimus PokerStars besitzt.

Kehrt Baazov trotzdem als CEO zurück?

Ungewiss ist dagegen, ob Baazov seine Pause bei Amaya Gaming überhaupt noch beenden wird. Darüber lässt er nämlich schon länger nichts mehr verlauten. Dass er sein großes Ziel nun doch nicht erreichen wird, könnte ihn endgültig dazu bewegen, seinem einstigen Arbeitgeber den Rücken zu kehren. Dennoch würde er weiterhin seine 17% am Unternehmen behalten und damit der größte Anteilseigner bleiben.

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