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USA prüft Lootboxen per Gesetzesentwurf

Ende November kam unter Politikern die Debatte um Lootboxen auf. Spiele wie „Star Wars Battlefront 2“ und „Mittelerde – Schatten des Krieges“, rückten plötzlich in den Mittelpunkt. Wegen einem Feature welches sich „Lootbox“ nennt.

Dabei handelt es sich um einen virtuelle Kiste die käuflich erworben werden kann. Ihr tatsächlicher Inhalt zeigt sich erst danach und basiert auf dem Zufallsprinzip. Entwickler geben meist ein „von bis an“, was die Lootbox alles enthalten kann. Jedoch geben die Spieler ihr Geld ohne einen konkreten Anspruch auf einen digitalen Gegenstand aus. Sie hoffen auf ihr Glück und genau das stört manche Regierungen.

USA bereitet Gesetzesentwurf vor

USA prüft Lootboxen per GesetzesentwurfDenn immer wenn Geld gegen Zufall getauscht wird, liegt der Verdacht des Glücksspiels nahe. Im Casino weiß der Spieler auch nicht, ob er mit seinem Einsatz den großen Treffer landet. Ähnlich sieht es bei den Lootboxen aus. Per Gesetzesentwurf wollen in den USA nun drei Senatoren prüfen, ob diese Kisten ebenfalls zum Glücksspiel gehören oder nicht.

Genau heute, am 31. Januar 2018, stehen sie vor dem Senatsausschuss. Stimmt dieser der Debatte zu, reicht man das Zepter an die Washingtoner Kommission weiter. Sie müsste dann bis Ende Dezember die Fragen klären. Von ihr gäbe es dann auch Empfehlungen zur künftigen Verfahrensweise mit den Lootboxen.

Spielindustrie zittert

Viele Bedenken scheinen hier angebracht, weil die großen Multiplayerspiele mehrheitlich Minderjährige anlocken. Selbst wenn Spieler schon als erwachsen gelten, sind sie sich der Geldausgabe vielleicht nicht wirklich bewusst. Nicht selten investieren Profigamer mehrere hundert Euro im Monat.

Was die USA betrifft, so soll der Gesetzesentwurf 6266 die Klärung bringen. Für die Spielindustrie könnte es schlimmstenfalls zum US-Verbot der Lootboxen kommen. Eventuell ziehen andere Regierungen nach. Somit würde eine wichtige Einkommensquelle wegfallen, weil sie fortan als Glücksspiel deklariert ist.

In vielen Ländern gilt der Spieler bis zum 18. Lebensjahr als minderjährig. Die USA, mit Ausnahme von Washington, vergibt diesen Status erst an 21-Jährige. Verstöße könnten die Entwickler mit empfindlichen Strafen treffen.

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