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Online Glücksspiel sollte nicht verboten bleiben

Sie nennt sich „Die Digitalisierung des Glücksspiels“ und damit ist eine Studie zum Verhalten von Internetnutzern gemein. In Auftrag gegeben haben sie Löwen Entertainment und WestLotto. Durchführen durfte sie das „Handelsblatt Research Institute“ (HRI). Ihr Fazit lautet: Ein Verbot vom Online Glücksspiel könnte nicht realitätsferner sein.

Illegales Glücksspiel braucht Grenzen

Online Glücksspiel sollte nicht verboten bleibenWas die Studie noch aussagt ist, dass illegale Glücksspielangebote im Netz weiter gedeihen können. Solange, bis die Regierung endlich die passenden Rahmenbedingungen schafft. Nur so wäre es möglich, dem Ganzen Einhalt zu gebieten. Pauschale Verbote haben in der digitalen Welt kaum bis gar keine Wirkung.

Viele Menschen spielen regelmäßig im virtuellen Casino, an Pokertischen oder setzen auf Sportereignisse. Spielen liegt in der Natur des Menschen und die Internetangebote sind längst im Alltag der Deutschen angekommen. Nur ein attraktiv regulierter Markt, könnte hier den Grundstein für den Spielerschutz legen. Bislang wollen die Minister von 15 Bundesländern davon nichts wissen. Einzig Schleswig-Holstein geht einen anderen Weg.

In der Umfrage stellte sich heraus, dass 35 Prozent der Spieler unbedingt an regulierten Online Glücksspielen teilnehmen wollen. Somit verbleiben die restlichen 65 Prozent, von denen ein Großteil vermutlich gar nicht weiß, welche Anbieter nicht lizensiert sind. Damit sind nicht alle Portale sofort unseriös, aber es fehlt ihnen eben an der Lizenz.

Wann reagieren die Minister?

Minimalinvasive Veränderungen am Glücksspielstaatsvertrag bringen da nichts. Dieser besteht seit Sommer 2012 und bis heute konnte keine einzige Genehmigung erteilt werden. Vorgesehen sind dafür nur Sportwettenanbieter. Alle anderen Varianten gelten pauschal als illegal. Viele benachbarte Märkte machen es vor.

Das hier dringender Handlungsbedarf besteht, zeigt die HRI-Studie ebenfalls. Schon heute wickelt sich 16 Prozent des deutschen Glücksspielmarktes online ab. Womit wir knapp über dem EU-Durchschnitt von 15 Prozent liegen. Allerdings sind 87 Prozent des gesamten Marktes derzeit nicht dort reguliert, wo die Action geschieht.

Dr. Daniel Henzgen, Bevollmächtigter der Geschäftsführung für Politik und Außenbeziehungen bei Löwen Entertainment, erklärte dazu: „Deutschland ist der zweitgrößte Online-Markt Europas. Die Relevanz des Verbotes strebt also gegen Null. Jetzt ist es am Gesetzgeber, hier einen ordnungspolitischen Zugriff zu bekommen. Denn Glücksspiel ist ein sozial-sensibles und regulierungsbedürftiges Produkt.“

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