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Belgien macht Jagd auf Anbieter von Lootboxen

Da schien es schon ziemlich ruhig um die Anbieter von Lootboxen geworden zu sein. In den USA und Europa verstummte das Echo, welches vor einigen Monaten seine Quelle fand. Entwickler wie Blizzard, Valve und 2K Games nahmen die Kritik ernst. Es kam zu Änderungen, um möglichen Rechtstreits aus dem Weg zu gehen. Nur ein Unternehmen, Electronic Arts (EA), verharrte auf seiner Position. Dafür droht nun Ärger aus Belgien.

Probleme mit FIFA 18 & FIFA 19

Belgien macht Jagd auf Anbieter von LootboxenEA hat sich über das Verbot von Lootboxen hinweggesetzt. Während die Konkurrenz diese virtuellen Einkäufe in Belgien unterbindet, scheint es Electronic Arts nicht zu interessieren. Die Staatsanwaltschaft aus Brüssel hat nun eine Untersuchung eingeleitet.

FIFA 18 gilt als das beliebteste Fußball-Videospiel und sein Nachfolger, FIFA 19, steht schon in den Startlöchern. Konkret geht es um Angebote mit Kartenpaketen, welche dem Nutzer wertvolle Spieler für das „Ultimate Team“ versprechen. Jedoch entscheidet der Zufall, was am Ende aus so einem Paket gewonnen wird und dafür zahlt der Nutzer echtes Geld.

Was droht EA schlimmstenfalls?

EA-Chef Andrew Wilson bezog im Mai bereits Stellung zu den Vorwürfen. Für ihn bleibe es eine rechtliche Grauzone, die es erst noch zu regulieren gilt. Belgien hat sich unterdessen für ein Lootbox-Verbot entschieden. Die Berater von Wilson würden aus aller Welt stammen und ihm Tipps zur Handhabung in den einzelnen Märkten geben.

Wilson ist der Ansicht, da jeder Käufer einen Mindestwert aus jeder Lootbox erhält und nicht leer ausgeht, handele es sich nicht um Glücksspiel. Weshalb EA weiterhin diese Zukäufe anbieten wird. Immerhin machen sie einen guten Teil der extra Umsätze aus, welche sich nach dem bezahlten Kaufpreis ergeben.

Im August lenkte dann Matt Bilbey ein und meinte, dass das Unternehmen in Zukunft die Richtlinien beachten wolle. Allerdings sprach er nicht vom Einstellen dieser Zukäufe.

Belgien hat im April das Verbot beschlossen und dazu empfindliche Geldstrafen hinterlegt. Bis zu 800.000 Euro oder fünf Jahre Gefängnis, könnten Richter schlimmstenfalls verhängen. Kann die Schädigung von Minderjährigen explizit nachgewiesen werden, darf das zuständige Gericht die Strafe verdoppeln. Nun kommt es darauf an, was die Untersuchung der Staatsanwaltschaft aus Brüssel zu Tage fördert.

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