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Halbe Liga zittert vor Abstieg – erwischt es den Hamburger SV und 1. FC Köln?

Spätestens nach der sensationellen Aufholjagd der längst als Absteiger geltenden Borussia Mönchengladbach und dem gleichermaßen Absturz von Eintracht Frankfurt in die Zweite Liga in der letzten Saison, weiß jeder Fußballfan, im Abstiegskampf ist alles möglich. Sieben Spieltage oder 21 Punkte werden 2011/12 noch verteilt – selbst für den abgeschlagenen Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern (20 Punkte) besteht also noch Hoffnung. Mit 1899 Hoffenheim (33), 1. FC Nürnberg (31) und dem FSV Mainz 05 (30) – letzterer gerade einmal 3 Punkte vor dem Relegationsplatz – bangt die halbe Bundesliga um den Klassenerhalt.

Die punktenden Underdogs – SC Freiburg (28) und FC Augsburg (27)

Aufsteiger FC Augsburg galt bereits vor der Saison, der SC Freiburg spätestens seit der Winterpause als sicherer Absteiger. Doch beiden Teams haben inzwischen die Abstiegsränge verlassen. Statt mit bloßem Kampf ums Überleben punkteten beide Teams überraschenderweise mit spielerischer Klasse.
Der SC Freiburg hat mit seiner „Säuberungsaktion“ in der Winterpause (u.a wurden Kapitän Butcher, Bastians freigestellt und Top-Torjäger Cisse verkauft) das schier Unmögliche geschafft. Hauptanteil am Erfolg der Breisgauer, die gegen die Top-Teams Bayern München (0:0), Schalke 04 (2:1) und Borussia Mönchengladbach (0:0) ungeschlagen blieben und gegen die direkten Konkurrenten Hamburger SV (3:1) und 1. FC Kaiserslautern (2:0) gewannen, hat Joachim Streich. Der neue Freiburger Trainer erinnert an die Cottbuser Trainerlegende Eduard Geyer. Mit seiner kauzigen und direkten Art weiß Streich genau, noch ist sein SC Freiburg nicht gerettet.
Gleiches gilt trotz fünf ungeschlagener Spiele in Folge für den FC Augsburg. Wie Freiburg hat das Team von Jos Luhukay die 6-Punkte-Spiele gegen Hertha BSC Berlin (3:0) und gegen Mainz (2:1) gewonnen. Ein Sieg gegen den 1. FC Köln ist dennoch am nächsten Samstag Pflicht, denn der FC Augsburg hat mit Gladbach, Schalke und Bayern München ein schweres Restprogramm.

Die zitternden Großen – 1. FC Köln (28), Hamburger SV (27), Hertha (26)

Wohin geht Lukas Podolski, wer wird Präsident, wer der Nachfolger von Sportdirektor Finke? Spätestens seit der 1:6 Klatsche gegen Borussia Dortmund sollte der 1. FC Köln aufgewacht sein mit vier Punkten 2012 – schlechtestes Team der Rückrunde – trudelt man zielstrebig Richtung Zweite Liga. In Augsburg darf nicht verloren werden und Trainer Solbakken muss seine Trainerklasse endlich auch in der Bundesliga unter Beweis stellen.
Seitdem Sieg beim 1. FC Köln plante der Hamburger SV, heimschwächstes Team der Liga, bereits die nächste Saison. Statt einer Einheit – Leistungsträger wie Petric und Jarolim sollen im Sommer gehen – wirken die seit sechs sieglosen Spielen ratlosen Sportdirektor Arnesen und Trainer Fink zu unerfahren für den Abstiegskampf. Mit dem FC Basel wurde Fink Meister, mit Ingolstadt stieg er auf und wurde in der Zweiten Liga entlassen. Trotz Treueschwüren scheint eine Trennung, sollte der Hamburger SV auch das Schicksalsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verlieren, mehr als wahrscheinlich.
War der 3:1 Sieg beim FSV Mainz die Trendwende für Hertha BSC Berlin? Eines kann man dem stets philosophierenden Trainerguru Otto Rehhagel wenigstens nicht nachsagen. Auch wenn nicht jedes seiner taktischen Experimente von Erfolg gekrönt ist, hat er der alten Dame Hertha neues Leben eingehaucht. Zudem kann Hertha den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. In vier Heimspielen treffen die Berliner auf drei direkte Abstiegskonkurrenten (SC Freiburg, 1. FC Kaiserslautern, TSG Hoffenheim).

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