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Bayerns Planspiele fürs Champions-League-Finale

Mit Holger Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo fehlen den Bayern gleich drei absolute Leistungsträger im Champions-League-Finale wegen einer Gelbsperre. Chelsea ist ebenfalls personell geschwächt und muss unter anderem auf John Terry in der Innenverteidigung verzichten. Anlass genug, die Alternativen im Bayern-Kader vorzustellen.

Bayern-Verteidiger Holger Badstuber hatte es am vergangenen Mittwoch im Halbfinale der Champions League bei Real Madrid besonders schwer. Zum einen freute sich der Nationalspieler natürlich über den Einzug ins Finale der Königsklasse, zum anderen war er auch sehr enttäuscht über seine dritte Gelbe Karte, wegen der er genauso wie Luiz Gustavo und David Alaba gegen Chelsea fehlen wird.

„Sicher bin ich ein bisschen traurig“, gab Badstuber nach der Partie zu und auch Alaba sagte: „Das ist sicher bitter und enttäuschend für mich, aber es geht weiter.“ Präsident Uli Hoeneß fand hingegen deutliche Worte: „Nach der Gruppenphase müssten die Gelben Karten weg sein“, alles andere sei für die Spieler eine „Katastrophe“. So sieht es auch Toni Kroos: „Das ist Quatsch. Jemanden zu bestrafen, der sich nach zwölf Spielen drei Gelbe Karten holt, ist doch Unsinn!“

Doch alles Jammern und Schimpfen hilft nichts, nun gilt es adäquaten Ersatz im Kader zu finden, um der Favoritenrolle in den Sportwetten gerecht zu werden. Dabei stellt Luiz Gustavos Ausfall das etwas geringere Problem dar. So könnte Heynckes Toni Kroos wieder zurück auf die Sechserposition neben Bastian Schweinsteiger ziehen und für ihn in der Offensive Thomas Müller bringen. Ein Alternativplan wäre folgender: Gustavo wird durch Anatoli Timoschtschuk oder Daniel Pranjic ersetzt. Dabei fehlt es jedoch vor allem Pranjic an Spielpraxis, weshalb der Plan als eher unwahrscheinlich gilt.

Größere Probleme dürfte Heynckes mit der Abwehr haben, schließlich spielte Badstuber eine überragende Saison und für die Leistungen von Senkrechtstarter Alaba fehlen langsam die Superlative. Ersetzen könnte Heynckes den österreichischen Fußballer des Jahres punktuell nur durch Diego Contento, dem es, wie Pranjic, an Spielpraxis mangelt. Eine Alternative wäre es, den Kader umzuformieren und Lahm wieder auf die linke Seite zu ziehen und dafür Rafinha rechts aufzustellen.

Bleibt noch Badstuber übrig – und für genau den gibt es keinen adäquaten Ersatz. Daniel van Buyten befindet sich nach seinem Mittelfußbruch noch im Aufbautraining und auch der Brasilianer Breno wird nicht rechtzeitig fit. Timoschtschuk ist eigentlich ein gelernter Mittelfeldspieler, der zwar in Innenverteidigung spielen kann, aber lieber auf der Sechserposition aufläuft.

Glück im Unglück haben die Bayern dennoch. Schließlich geht auch Chelsea geschwächt in die Partie. Gleich vier Spieler sind fürs Finale gesperrt: John Terry, Raul Meireles, Branislav Ivanovic und Ramires.

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